Ein Rundgang durch Durbe

der Burgberg (Durbes pilskalns)

Auf dem Weg von Riga nach Liepāja oder umgekehrt fährt man gewöhnlich an Durbe vorbei. Wenn Sie aber ein wenig Zeit haben, nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie die kleinste Stadt Lettlands kennen! Große Ereignisse in der Geschichte und berühmte Persönlichkeiten sind mit dem Namen Durbe verbunden.

Von der Straße Riga – Liepaja  fällt der Burgberg (Durbes pilskalns) mit der Ruine der deutschen Ordensburg auf. Die Burg ist im 14.Jahrhundert erbaut worden, ein schlichtes, rechteckiges Gebäude mit Kellern auf der Nordseite des Burgbergs. Der Hof war von einer hohen Mauer umgeben, von der ein Teil auf der Südseite noch steht. Schon vor 300 Jahren ist die Burg zerstört worden. Von der Straße sieht man gut den großen Stein am Fuße des Hügels – er steht zu Ehren des schemaitischen Sieges über das Ordensheer in der Schlacht bei Durben 1260. Der Stein ist aus Schemaitien (Litauen) hergebracht und zum 750.Jahrestag der Schlacht aufgestellt.

Museum

Wenn Sie vom Burgberg zur Stadt gehen, kommen Sie am Museumvorbei. Es ist das erneuerte ehemalige Doktorat ( Raiņa iela 17). Hier wurde 1887 der erste Außenminister  der Repulik Lettland Meierovics geboren, der große Verdienste für die internationale Anerkennung Lettlands hatte.  Im Museum sind archeologische Funde, Bücher berühmter Durbener (unter ihnen deutscher Pastoren), die Volkstracht von Durbe, alte Gebrauchsgegenstände.

Vom Museum kommen Sie direkt auf die Raiņa iela (Straße), hier führte in der Geschichte der wichtige Weg von Preussen nach Riga und Livland. Zu Zeiten des Herzogtums Kurland und später des Russischen Reiches wurde sie die Mitausche Straße genannt, kurze Zeit war sie Liepājas Straße und in den dreißiger Jahren trug sie den Namen Meierovics. Um diese Straße ist der Flecken Durben gewachsen, hier lebten Handwerker, Gastwirte, hier waren Schmieden, Werkstätten, Läden, Krüge.

 

die evangelische Kirche

In einigen Minuten erreicht man das Zentrum. Hier erhebt sich das älteste Gebäude der Stadt – die evangelische Kirche, erbaut 1651. Der Platz  vor der Kirche ist der Beginn der Skolas iela (Schulstraße). Es lohnt sich, die Kirche zu besichtigen, weil die Innenausstattung im Laufe der Zeit gut erhaltengeblieben ist: Altar und Kanzel mit Holzschnitzereien aus dem 18.Jahrhundert, ein eindrucksvoller Kronleuchter aus dem Jahr 1609, ein altes Taufbecken, Fußbodenkacheln aus Ton.

Springershe Schule

Neben der Kirche befindet sich die ehemalige Springersche Schule. Der aus Preussen eingewanderte Springer war der Lehrer von Atis Kronvalds, der später selbst als Lehrer in diesem Gebäude Konferenzen für Bildung in lettischer Sprache organisierte. Vor dem Gebäude ist sein Denkmal 1987 aufgestellt worden. Zur Zeit wird das Gebäude von der Gemeindeverwaltung genutzt.

Wenn wir in die Skolas iela einbiegen, gehen wir an einem alten Obstgarten vorbei

(das  ist ein Teil von dem Garten des berühmten Gärtners Klewers,) und kommen zur alten Schule, die 1912 erbaut wurde und bis 1979 als Schule diente. Hier ist die Postabteilung. Etwas weiter ist das Kulturhaus, ein Gebäude aus den 6oger Jahren.

das Kulturhaus

Atis Kronvalds Mittelschule Durbe

Am Kulturhaus biegen Sie links ein und kommen zur Atis Kronvalds MittelschuleDurbe, erbaut 1979.

alten Schule

An der Schule kommen Sie wieder auf die Raiņa iela Richtung Zentrum. Das Haus Raiņa iela 38 wurde von den Eltern des berühmten Arztes Jēkabs Alksnis gebaut. Das Haus 36 gehörte dem Gärtner Klewers.  In der Grünanlage neben der Kirche steht ein Stein mit dem Wappen Durbes, ein Geschenk der Bildhauerin Mirdza Lukaža. Auf der Rückseite der Steintafel sind zwei Jahreszahlen: 1230 – erste urkundliche Erwähnung von Durbe; 1893 – Durbe erhält das Stadtrecht.

Die Aizputes ielaführt zur Fernverkehrsstraße nach Riga. Das Haus Aizputes iela 5 ist ein altes Gesindehaus des Gutes Ligutten, auch Krug gewesen und Kleindurben genannt. Im Haus ist ein alter Mantelschornstein erhalten.

Das Haus Aizputes iela 5